Dienstag, 1. April 2014

.: Rezension ~ Die Blumen der Zeit :.

~ Liebe oder Verantwortung? ~

.: Die Blumen der Zeit :.
(Andrea Schlacht)



~ Produktinformation TB ~
Genre: Roman
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (20. August 2012)
Sprache: Deutsch
Preis: 8,99 € 


~ Produktinformation e-Book ~
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 926 KB
Verkauf durch: Amazon.de
Preis: 7,49 €




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~ Kurzbeschreibung ~
Köln im Jahr des Herrn 1378: Die 14-jährige Päckelchesträgerin Mirte soll dem Ratsherrn eine Nachricht überbringen. Vom Teufelchen Neugier gepackt, liest sie heimlich den Brief. Darin befindet sich eine Warnung der Buchbinderin Alena: Am Abend soll ein Feuer ausbrechen! Und tatsächlich: Der Blitz schlägt ein und das Viertel geht in Flammen auf. Alena und Mirte retten in letzter Sekunde den Ratsherrn, der wiederum seinen Sohn Laurens retten wollte. Dank Alenas Warnung werden
nur wenige Menschen verletzt, doch Misstrauen macht sich breit. Woher wusste sie von dem Brand? Ist die Buchbinderin etwa eine Zaubersche, steht sie mit dunklen Mächten in Verbindung?

Mirte und Laurens wollen helfen. Nach und nach entdecken sie ein ungeheuerliches Geheimnis. Alena ist eine Zeitreisende, sie entstammt der Zukunft. Um zurückkehren zu können, benötigt sie einen besonderen Weihrauch - und die Blumen der Zeit ... Mit viel Tempo, Spannung und Witz entführt Bestseller-Autorin Andrea Schacht in die farbenprächtige Welt des mittelalterlichen Köln. Die liebenswerten Heldinnen wird der Leser sofort ins Herz schließen.

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~ Über Andrea Schacht - Autorin ~
Andrea Schlacht, deutsche Schriftstellerin, geboren 1956, hat zunächst als Wirtschaftsingenieurin in der Industire gearbeitet, ist aber seit 1994 als Schriftstellerin tätig. Sie lebt als freie Autorin heute mit ihrem Mann in der Nähe von Bonn und wird von ihren Katzen betreut, die gerne auf dem Schreibtisch sitzen und auch schon mal mit spitzer Kralle den Gedankenfluss in Schwung bringen.

Ohhhh ja welche Katzenmama, die am PC schreibt, kennt das nicht :D

~ Schreibstil ~
Sehr witzig geschrieben und mit vielen Wörter wie wir sie heute nicht mehr verwenden. Man muss aber nicht nachschlagen um zu verstehen. Vieles kann man sich ableiten oder auch denken was gemeint ist. Richtig tolle Sätze im Mittelhochdeutsch. Einfach wunderbar.

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~ Der erste Satz ~
Mirtebiss in das letzte Stück Schmalzbrot und freute sich daran,
wie die krosche Kruste zwischen ihren Zähnen zerknusperte

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~ Meine Meinung ~
Aus dem Jahre 2008 in das Jahr des Herrn 1376. Das muss man sich mal trauen.
Alena ist Historikerin und beschäftigt sich viel mit alten Büchern, diese zu entziffern und zu verstehen. Da stößt sie auf dieses unscheinbare kleine Kräuterbüchlein und entdeckt darin ein Rezept, welches einen in der Zeit reisen lässt.
Von der Neugier gepackt und auch weil sie gerade Historikerin ist, probiert sie dieses Weihrauchzeug tatsächlich aus. Ganz glaubte sie eh nicht daran. Was kann es schon schaden?

Schwubbs... Mitten im Mittelalter findet sich Alena wieder. Sie wollte eigentlich nur vier Wochen bleiben... Doch aus einem Monat werden 2 Jahre. Missgeschicke passieren, die ihre Heimreise gecancelt. So legt sie sich einen Garten an, in dem ihre wichtigen Pflanzen wachsen und gedeihen.

Wenn man das Schicksal herausfordert, muss man acht geben und vor allem auf der Hut sein. In dieser Zeit ist es für eine alleinstehende Frau sehr gefährlich. Noch dazu eine Hübsche und Intelligente. Nicht lange und sie zieht den Unmut der Kölner Bürger auf sich.

Doch unter all dem Hass findet sie auch Freundschaft, Glück und Liebe. Genau das macht es ihr so schwer sich richtig zu entscheiden! Wieder in ihre Zeit zurückzukehren? Oder hier im Mittelalter alt und geliebt werden?

Liebe oder Verantwortung?

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~ Fazit ~
Wunderbar erzählt und lustig noch dazu.
Mirte die kleine Päckelchesträgerin wächst einem sofort ans Herz. Sie ist rebellisch, schlau und lässt sich nicht so leicht aufs Korn nehmen. Ihre kleinen Wutausbrüche und die damit verbunden Schimpfwörter in mitteldeutscher Sprache, gefiel mir sehr gut :D "Schruutekopp" z.B. war mein Lieblingswort von ihr :D

Die Geschichte fängt etwas mysteriös an. Geht in die Einleitung über, in der wir die einzelnen Protagonisten kennen lernen. Schraubt sich durch eine Missetat zur anderen immer höher und verliert dies auch nicht am Ende der Erzählung. Gerade der Schluss, macht uns feuchte Augen und beschert uns eine Gänsehaut. Vielleicht etwas zu schön um wahr zu sein, aber genau deshalb ist es eine fiktive Geschichte und da darf ein Ende genau so enden. Die Wünsche der Leser werden hier sehr wohl erfüllt.

Durch die tolle Schreibweise und die passende Wortwahl der Satzformulierungen der Dialoge, lässt uns richtig schön ins Mittelalter eintauchen. Fasst wäre es ein historischer Science-Fiction Roman, denn Planeten und Sternkonstellationen spielen auch hier im Mittelalter eine sehr wichtige Rolle.

Wer historische Romane mit Zeitreise mag, sollte sich "Die Blumen der Zeit" nicht entgehen lassen. Für zwischendurch ist die Geschichte wunderbar und auch bei Leseflauten, heitert dieses Buch einen wieder auf. Viel Spaß beim Lesen ;-)


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