Samstag, 23. August 2014

.: Rezension ~ Tensistoria: Zwei Leben :.


~ Rasanter Romantasy mit Potenzial ~
.: Tensistoria: Zwei Leben :.
(Jessica Oldach)




~ Produktinformation HC ~
Genre: Romantic Fantasy
Gebundene Ausgabe: 262 Seiten
Verlag: NOEL-Verlag (1. August 2011)
Sprache: Deutsch
Verkauf durch: buch-plus.de
Preis: 14,99 € 


~ Produktinformation e-Book ~
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1231 KB
Verkauf durch: Amazon.de
Preis: 7,67 €







~ Buchrücken ~
Tensistoria - Zwei Leben
Was würdest du tun, wenn sich dein Leben
auf einmal komplett verändern würde?
Wenn du aus deinem alltäglichen Leben herausgerissen
und in eine völlig andere Welt gelangen würdest?
Eine Welt, die deiner Meinung nach gar nicht existieren kann.
Würdest du schreien, davonlaufen oder sogar töten?
Als Mensch hätte ich es nie für möglich gehalten,
jemanden umzubringen, doch jetzt ist es anders.
Der Abend auf dem Friedhof hat alles verändert.
Seitdem begann sich in meinem Körper
etwas zu regen und zu entwickeln.
Etwas Eigenartiges, das nicht von dieser Welt
hier stammen konnte, setzte meinem menschlichen
Dasein ein Ende und ich erwachte in meinem
neuen Ich zum Leben.
Stärker, schneller und gerissener als je zuvor.
Ihr denkt, das ist unmöglich? Dann überzeugt euch vom Gegenteil.


~ Über Jessica Oldach - Autorin ~
1986 erblickte die junge Geschichtenerzählerin in Bingen am Rhein das Licht der Welt. Mit 15 Jahren entdeckte sie schließlich ihr Interesse für das Schreiben. Sie wohnt heute in Oberwesel und arbeitet hauptberuflich als Vertriebsdisponentin in Mainz.

Aus einer zehnseitigen Kurzerzählung, die im Schulunterricht entstand, wurde ein komplettes Fantasybuch, das sie allerdings nie veröffentlichte.
Es folgten Kurzgeschichten une ine weiterer Teil des ersten Buches, bis sie schi schließlich "Tensistoria", dem ersten Band einer sagenhaften Fantasy-Trilogie widmete.
Bisher hat sich Jessica Oldach im Genre Fantasy/Science Fiction ausgetobt,
aber derzeit ist sie dabei eine Romanze zu schreiben, die im Jahre 2014 erscheinen soll.

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Kurzgeschichte: "Tensistoria" - Das Spiel beginnt


~ Die Geschichte ~
Viele Protagonisten, die wichtig sind zu erwähnen, hat die Geschichte nicht. Was ich zu Beginn auch sehr gut finde, da die Geschehnisse sehr rasant und manchmal auch verwirrend sind. Dazu aber später mehr ;-)

Wir haben die 19jährige Jean, unsere Hauptprotagonistin, die ihren Werdegang als Polizistin antreten möchte. Bei einer Geburtstagsparty ihres besten Freundes Shay, welche am anliegenden Freidhof stattfindet, passieren auf einmal unerklärliche Dinge. Schreckliche Dinge. Jean muss mit ansehen, wie eine Frau, aufgehängt in der kleinen Friedhofskirche, verblutet. Sie scheint gefoltert und gequält worden zu sein. Überall Blut und Gedärme... Und dann diese vermummte Gestalt, die Jean niedergeschlagen hat...

So, wer nun denkt ich rezensiere einen Thriller, hat sich getäuscht ;-) Klinkt alles so und sieht in erster Linie auch danach aus. Doch dann passieren übernatürlich Dinge. Jean flüchtet von einem Wesen, das zu Beginn unsichtbar zu sein scheint. Die Frau in der Kirche erscheint ihr abermals und bittet sie um Hilfe und dann, dann verändert sich Jean immer mehr und mehr. Ihr Körper wandelt sich... Und von da an, sprechen wir von Fantasy.

Julian, ein gut aussehender junger Mann, der ihr mehrmals das Leben retten muss, entführt sie in eine Welt voll fantastischer Wesen. Ihrer richtigen Welt. Dort wird ihr bewusst, zu was ihr menschlicher Körper mutiert ist. Anders kann sie es nicht beschreiben. Julian hilft ihr dabei, sich wieder zu finden, ihre neuen Fähigkeiten bzw. Bedürfnisse zu meistern und zeigt ihr auch ihre eigentliche Bestimmung. Eine rasante und spannende Reise beginnt, die die Beiden gefühlstechnisch immer mehr zusammen schweißt. Ein starkes Band der Gefühle verbindet die Beiden, das spürt Jean. Sie weiß, Julian hat einen wichtigen Platz an ihrer Seite...

~ Meine Meinung ~
Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was mir ja immer sehr gut gefällt, da ich wesentlich besser in die Rollen der Protagonisten schlüpfen kann. Bei Jean allerdings hatte ich da so meine Probleme. Irgendwie fand ich ihre persönliche Ader nicht. Dies hat sich auch später, als ich sie besser kennenlernen durfte, nicht geändert. Ich konnte nicht richtig mitfiebern oder fühlen, was Jean durchmacht. Was sicherlich an dem schnellen Tempo der Geschichte lag.
Spannung von Anfang an bis durch zum Schluss, da kann man echt nicht meckern. Doch manche Szenen gingen mir viel zu schnell. Auch zwischen den rapiden Ergebnissen, die Jean und Julian erleben, bekam man als Leser kaum eine Verschnaufpause.

Besonders gut haben mir aber ihre vielen sensationellen Einfälle gefallen. Gasp, ein Glaspferd, welches ich mir wunderbar mit einem englischsprachigem Slang vorstellen kann und mit seinen Hufen Wunder vollbringt, war mein Leibling *.* Seine höfliche Art brachte mich immer zum schmunzeln.

Da ja viel passiert, versucht uns die Autorin, in bestimmten Szenen, die eigentlich schön geheimnisvoll und verworren bleiben dürfen, sofort eine Erklärung zu bieten. Vielleicht möchte sie uns gerade wegen den schnellen Geschehnissen, einfach nicht noch mehr durcheinander bringen.
Doch genau das hat mir etwas gefehlt. Es wäre schön gewesen, das ein oder andere Mal nicht zu wissen, wieso Jean oder XY das braucht oder getan hat. Ruhig ein paar Seiten später dann mit einem "Ahhhhh-Effekt".

Die Bösewichte waren gut erdichtet. Mir gefiel ein "Nebenbösewicht" (wenn es den tatsächlich nur ein Nebenbösewicht war ;-) ) besser als Jeans eigentlicher Verfolger.
(ACHTUNG kleiner SPOILER)
Laster, der Herr der Unterwelt und der Fänger der Seelen, hatte für mich eine sehr gewaltige Pressens, welcher ich mich nicht wirklich entziehen konnte ;D
(Alles wieder gut ;-) )
Ich mag gut durchdachte Bösewichte, die einen bedeutenden Charakter haben.

Das Ende war prima und genau so spannend wie ich mir das vorgestellt hatte. Dazu noch ein "Waaaasssss, das darf nicht sein, das ist nicht wahr - Reaktion", machte das Ganze wunderbar rund. Der Schluss ist fast schon fies. Ein böser Cliffhanger, was einem Lust auf mehr macht.

~ Fazit ~
Spannend, flott und flink. Drei Worte die mir für "Tensistoria: Zwei Leben" sofort einfallen. Manchmal zu rasant und zu schnell, so das man die erlebten Vorgänge der Protagonisten auch schnell wieder vergessen kann.

Die Ideen der Autorin sind klasse und man wundert sich oft, wie sie eine bestimmte Situation rettet oder eben ihre Charaktere in eine Weitere hineinschlittern lässt. Dennoch merkt man, dass es ihr Debütroman ist. Potenzial ist auf alle Fälle da, welchen wir sicherlich im zweiten Band erkennen werden.

Die Liebesgeschichte (wenn man das so nennen darf), oder sagen wir Erotikszenen machen den Fantasy zu einem Romantasy. Manchmal musste ich überlegen, ob ich nun ein Jugendbuch oder doch eher eine Geschichte für Erwachsene lese.

Das schöne an Jessicas Erzählung ist, sie hat keine Angst ihre "guten" Charaktere sterben zu lassen. Das macht die Geschichte dramatisch und vor allem herzzerreißend gut.



Ich vergebe 4 von 5 Notrufzellen

Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)

Kommentare:

  1. Also bei dem Cover hab ich bislang immer gedacht, es wäre irgendein "Urwald-Abenteuer" und ich hab mich echt gewundert, als das Wort "Romantasy" in deiner Rezi auftauchte...Aber es scheint einen näheren Blick wert zu sein :) Tolle Rezi meine Liebe

    LG
    Evil

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    1. Ohhh ja. Die Autorin mag es wohl sehr, Verwirrung zu stiften :D

      Dachte auch erst, es ginge um Amazonen oder Ureinwohner mit ihrer außergewöhnlichen Tarnkleidung beim Jagen oder so in etwa. Dann liest man sich in einen Thriller... und findet sich anschließend in einer fremden Welt voller fantastischer Wesen... Und auch die Liebesszenen kommen nicht zu kurz, so das man gut von einem "Romantasy" sprechen kann.

      Ach ich liebe dieses neuerrungene Wort. So fantastisch ^_^

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Liebe Grüße eure Sassi @-->--